Film
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Erstellt von Dr. Gertraud Steiner Daviau
Verfilmungen seiner Romane, Storys, Filme nach Originaldrehbüchern etc.
Hauptsächlich konsultierte Quellen:
Internet Movie Database us.imdb.com,
Deutscher Tonfilm www.deutscher-tonfilm.de
Kleines Lexikon des Österreichischen Films
Auskünfte des Filmarchiv Austria
Übersicht:
Hohe Schule (1934), Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen (1934), Mein Leben für Maria Isabell (1935), Ich war Jack Mortimer (1935), Die
sung (1942), Die große Liebe (1942), Das andere Leben (1948), Maresi (1948), An klingenden Ufern (1949),
Abenteuer in Wien (1952) – Stolen Identity (1953), Spionage (1955), Land, das meine Sprache spricht (1959, TV), A la guerre comme à la guerre (1971), Die Standarte (1977)
Die Filme im einzelnen:
Hohe Schule (1934)
(Anderer Titel: College)
Schwarz-weiss
Deutschland/Österreich
(Anderer Titel: College)
Produktionsfirma: Syndikat-Film, Tobis
Regie: Erich Engel
Regieassistent: Roland von Rossi
Originalmusik: Willy Schmidt-Gentner
Drehbuch: Albrecht Joseph, Alexander Lernet-Holenia, Heinrich Oberländer, Joseph Than
| Rudolf Forster | Carlo Cavelli und Graf Werffen |
| Angela Salloker | Irene von Ketterer |
| Hans Homma | Herr von Ketterer |
| Camilla Gertzhofer | Frau von Ketterer |
| Paul Henreid | Franz von Ketterer |
| Lisl Kinast | Flori |
| Hans Moser | Diener Brandler |
| Dinah Grace | eine Tänzerin |
| Herbert Hübner | Schott |
| Alfred Neugebauer | von Radrigg |
Das Drama spielt im Milieu des altösterreichischen Offiziersadels. Ein ehemaliger Offizier der k.u.k. Armee versucht, sich mit seinen überkommenen Ehrbegriffen in den dreissiger Jahren zurecht zu finden. 16 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg – also in der Gegenwart zur Entstehungszeit des Films – kommt er wieder nach Wien, gequält von einem dunklen Geheimnis: entsprechend seinem militärischen Ehrenkodex hat er bei einem Duell den Sohn seines besten Freundes erschossen. Um die Vergangenheit zu verdrängen und unerkannt zu bleiben, tritt er maskiert als Kunstreiter auf. Als er sich nun in die Schwester des Getöteten verliebt, die nichts über die Vorgänge weiss, gerät er in schier unüberwindliche Gewissenskonflikte.
Uraufführungen: 31. Dezember 1934 in Deutschland, 7. April 1939 in den USA
Abenteuer eines jungen Herrn in Polen (1934)
(Andere Titel: Ein gefährliches Abenteuer, Liebe und Trompetenklang, Reiterlied, Love and Alarum/USA 1936)
Schwarz-weiss
Deutschland
Produktionsfirma: Itala Film GmbH Berlin (Produzenten: Serge Otzoup, Alberto Giacolone)
Verleih: NDLS (Neues Deutsches Lichtspiel-Syndikat GmbH); KIBA Wien, Slavia Prag
Regie: Gustav Fröhlich, Regieassistent: Rudolf van der Noss
Produktionsleiter: Alfred Greven
Atelier: Grunewald Atelier Berlin
Kamera: Albert Benitz, Reimar Kuntze, Kameraassistent: Heinz Loos
Drehbuch: Hans Martin Cremer und Georg Wittuhn nach dem Roman von Alexander Lernet- Holenia, Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen (1931)
Schnitt: Karl Otto Bartning
Musik: Eduard Künneke
Musikalische Leitung: Franz Marszalek
Orchester: Berliner Tonfilm-Orchester Gerhard Hoffmann
Musiktitel: Altes österreichisches Reiterlied; Es gibt ein frohes Reiten
| Gustav Fröhlich | Leutnant von Keller der k.u. k. österreichischen Armee |
| Ernst Stahl-Nachbaur | Oberst von Keller, sein Onkel |
| Otto Tressler | Graf Lubenski |
| Olga Tschechowa | Gräfin Lubenska, seine Frau |
| Maria Andergast | Vera, beider Tochter |
| Erika Streithorst | Claire, beider Tochter |
| Harry Hardt | Rittmeister Stroganoff |
| Armin Schweizer | Hartlieb, deutscher Kolonist |
| Hans Richter | Fritz, deutscher Kolonist |
| Walther Jung | russischer General |
| Ernst Dumcke | russischer Hauptmann |
| Friedrich Gnass | Gefangener |
In dem Film, in dem Frauenliebling und Filmstar Gustav Fröhlich sowohl Regie führt als auch die Hauptrolle spielt, versammelt sich der russische Adel am Ende des Jahres 1913 zum traditionellen Kostümfest in St. Petersburg. Dazu sind auch die in Russland stationierten Offiziere der Armeen anderer Länder sind eingeladen, unter ihnen auch der österreichische Leutnant von Keller, der auf dem Fest die Komtesse Vera Lubenska kennen und lieben lernt.
Ein halbes Jahr später ist der 1. Weltkrieg ausgebrochen, und Freunde werden zu Feinden. Auf dem Gut des Grafen Lubenski bei Lublin trifft der Leutnant wieder auf Vera, aber ihre Liebe ist hoffnungslos in den Zeiten des Krieges. Der junge Leutnant ist dem Regiment seines Onkels, Oberst von Keller, zugeteilt, der ein strenger Vorgesetzter ist.
Auf einem Patrouillenritt wird Leutnant von Kellers Truppe eingekreist und von den Kosaken verfolgt. Keller kann als Einziger entkommen und findet Zuflucht im Hause des deutschen Kolonisten Hartlieb. Als er zu seiner Truppe gelangen will, wird er von den Russen gefangen genommen. Zufällig überhört er ein Gespräch des russischen Generals mit seinem Adjutanten und erfährt dadurch einen militärischen Plan. Unter Gefahren bringt er die entsprechenden Unterlagen in seinen Besitz und schickt damit einen Jungen zu den Österreichern. Als die Russen den Geheimnisverrat entdecken, wird Keller vor einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt.
Im letzten Moment kann er fliehen und auf die österreichische Seite gelangen. Ein letztes Mal begegnet er Vera auf dem Schloss ihres Vaters. Aber er darf seinen Gefühlen nicht folgen und bei ihr bleiben – der Krieg zwingt ihn, weiter einer ungewissen Zukunft entgegen zu reiten.
Uraufführungen: 4. Oktober 1934 in Leipzi; 10. Oktober in Berlin (Mozartsaal), 12. April 1936 in den Uraufführungen: 31. Dezember 1934 in Deutschland, 7. April 1939 in den USA
(General Foreign Sales Corp.)
Wegen des ernsten Themas durfte der Film auch am Karfreitag, Busstag und Heldengedenktag gezeigt werden.
Mein Leben für Maria Isabell (1935)
(Anderer Titel: My Life for Maria Isabella/ USA 1935)
Schwarz-weiss
Deutschland
Produktionsfirma: Lloyd Film GmbH Berlin (Produzent Oskar Han)
Regie: Erich Waschneck
Drehbuch: Friedrich Dammann (als F. D. Andam), Ernst Hasselbach, Alexander Lernet-Holenia (Roman: Die Standarte/1934, der auch den Titel Mein Leben für Maria Isabell führt)
Kamera: Herbert Körner
Musik: Herbert Windt
Atelier: Tobis-Atelier Berlin -Johannisthal
| Viktor de Kowa | Fähnrich Menis |
| Franz Pfaudler | Diener Anton |
| Maria Andergast | Resa Lang |
| Peter Voss | Rittmeister Graf Bottenlauben |
| Hans Joachim Büttner | Rittmeister Anschütz |
| Hermann Frick | Fähnrich Graf Heister |
| Julia Serda | Erzherzogin Maria Antonia |
| Harry Hardt | Oberstleutnant |
| Karin Evans | Baronesse Mordax |
| Bernhard Minetti | Rittmeister von Hackenberg |
| Ernst Karchow | General Obelliani |
| Eckehard Ahrendt | Hauptmann Rainer |
| Veit Harlan | meuternder Korporal |
| Hans Junkermann | Stadtkommandant von Belgrad |
| Hans Zesch-Ballot u.a. | Major Sumerset |
Belgrad im Jahre1918: Während eines Konzerts zu Ehren der Erzherzogin Maria Antonia verliebt sich Fähnrich Menis in ihre Gesellschafterin Resa. Da er durch seine Leidenschaft einen Skandal verursacht, wird er zur Strafe zum Regiment Maria Isabell versetzt, das außerhalb Belgrads stationiert ist. Unter schwersten Opfern kann Menis die Standarte des Regiments aus den Kriegswirren retten.
Uraufführungen: 7. Februar 1935 in Berlin (Capitol), 4. November 1935 in den USA
Ich war Jack Mortimer (1935)
Schwarz-weiss
Deutschland
Produktionsfirma: Carl Froelich-Film GmbH (Produzent Carl Froelich, Produktionsleitung Friedrich Pflughaupt, Rolf Hansen)
Regie: Carl Froelich. Regieassistent Rolf Hansen
Drehbuch: Thea von Harbou, Robert A. Stemmle nach dem Roman von Alexander Lernet-Holenia Ich war Jack Mortime (1933)
Kamera: Reimar Kuntze, Benno Stinauer, Alexander Schmoll
Bauten/Art Direction: Franz Schroedter, Robert Bahr
Kostüme: Edwin Stempel, Fritz Schilling, Elise Bollenhagen, Max Patyna, Bruno Cieslewicz
Schnitt: Gustav Lohse
Ton: Hans Grimm
Musik: Harald Böhmelt
| Adolf Wohlbrück | Taxifahrer Ferdinand "Fred" Sponer |
| Eugen Klöpfer | Dirigent Pedro Montemayor |
| Sybille Schmitz | Winifred Montemayor, seine Frau |
| Marieluise Claudius | Marie Polikow |
| Max Gülstorff | Hauptmann Polikow, Maries Vater |
| Maria Loja | Frau Polikow, Maries Mutter |
| Hilde Hildebrand | Daisy |
| Heinz Salfner | Daisys Freund Andrassy |
| Jochen Hauer | Taxifahrer Doering |
| Georg A. Profe | Jack Mortimer |
In dem spannenden Kriminalfilm geht es wie so oft bei Lernet-Holenia um ein Spiel mit der Identität. Der Taxifahrer Fred Sponer kann durch eine unerwartete Wendung des Schicksals eine neue Identität annehmen, in dem er in die Rolle eines toten Fahrgastes schlüpft.
Uraufführung: 17. Oktober 1935 in Hamburg (Ufa-Palast)
Die Entlassung (1942)
(Andere Titel: Schicksalswende, Bismarck’s Dismissal/Großbritannien 1942, The Dismissal/internationaler Titel)
Schwarz-weiss
Deutschland
Produktionsfirma: Tobis Filmkunst GmbH (Produzent: Fritz Klotzsch)
Regie: Wolfgang Liebeneiner
Drehbuch: Curt J. Braun, Alexander Lernet-Holenia (Story), Felix von Eckardt
Kamera: Fritz Arno Wagner
Originalmusik: Herbert Windt
Set Design: Otto Hunter, Artur Nortmann, Erich Schweder, Karl Vollbrecht
| Paul Bildt | Minister von Bötticher, Stellvertreter des Kanzlers |
| Rudolf Blümner | Chef des Zivilkabinetts von Lucanus |
| Ernst Dernburg | von Verdy |
| Karl Ludwig Diehl | Kaiser Friedrich III. |
| Bernhard Goetzke | Majunke |
| Otto Graf | Graf Eulenburg |
| Hildegard Grethe | Kaiserin Friedrich |
| O. E. Hasse | Baron von Heyden |
| Emil Hess | Grossfürst Wladimir |
| Werner Hinz | Kaiser Wilhelm II. |
| Paul Hoffmann | Graf Waldersee |
| Emil Jannings | Fürst Bismarck |
| Fritz Kampers | Professor Dr. Schwenninger |
| Christian Kayssler | Graf Herbert Bismarck |
| Werner Krauss | Geheimrat von Holstein |
| Theodor Loos | Kaiser Wilhelm I. |
| Friedrich Maurer | Bebel |
| Josef Peterhans | von Lucius |
| Werner Pledath | Kammerdiener Pinnow |
| Franz Schafheitlin | Botschafter Graf Schuwalow |
| Margarete Schön | Fürstin Johanna Bismarck |
| Heinrich Schroth | General von Caprivi |
| Walter Süssenguth | Zar Alexander |
Der Film, der im Kontext der damals beliebten Filme über Persönlichkeiten der Vergangenheit, insbesondere der preussischen Vergangenheit zu sehen ist (wie etwa die Filme über König Friedrich), ist eine Fortsetzung des Films Bismarck (1940), den ebenfalls Wolfgang Liebeneiner inszenierte.
In Die Entlassung werden die Hintergründe der Demissionierung Bismarcks beleuchtet. Kurz nach der Thronbesteigung Kaiser Wilhelms II. 1888 setzen Konflikte zwischen ihm und seinem Kanzler, Fürst Bismarck, ein. Vor allem in der Aussenpolitik scheiden sich die Geister. Bismarcks starke Persönlichkeit ist eine Provokation für den Kaiser, daher entlässt er 1890 seinen Kanzler.
Lernet schuf mit dieser Filmstory eine Bombenrolle als "eiserner Kanzler" Bismarck für seinen Freund aus dem Salzkammergut, Emil Jannings, der seinerseits beste Kontakte zur Berliner Filmwelt hatte, von denen wiederum Lernet profitierte.
Uraufführung: 6. Oktober 1942 (Deutschland)
Die große Liebe (1942)
(Anderer Titel: The Great Love)
Deutschland
Produktionsfirma:Ufa-Filmkunst GmbH, Berlin
Regie: Rolf Hansen
Drehbuch: Peter Groll, Rolf Hansen, Alexander Lernet-Holenia (Story)
Kamera: Franz Weimayr
Musik: Michael Jary
| Zarah Leander | Hanna Holberg |
| Viktor Staal | Oberleutnant Paul Wendland |
| Paul Hörbiger | Komponist Alexander Rudnitzky |
| Grethe Weiser | Käthe, Hannas Zofe |
| Hans Schwarz jr. | Artist Alfred Vanloo |
| Wolfgang Preiss | Oberleutnant von Etzdorf |
| Victor Janson | Theaterdirektor Mocelli |
| Leopold von Ledebur | Herr von Westphal |
| Julia Serda | Jenny von Westphal |
Der melodramatische Film, der auf die Zugkraft seiner Hauptdarstellerin, der Sängerin und Schauspielerin Zarah Leander setzt, die in der Nazi-Zeit als Konkurrenz zu Hollywoods Greta Garbo und Marlene Dietrich aufgebaut werden sollte, wurde vor allem beim weiblichen Publikum einer der größten Kinoerfolge.
Der Lufwaffenoffizier Paul Wendland (Victor Staal), der an der nordafrikanischen Front stationiert ist, kommt auf Heimaturlaub nach Berlin, wo er die Sängerin Hanna Holberg (Zarah Leander) kennen lernt. Immer wieder wird er abberufen, ohne mit ihr mehr Zeit verbringen zu können. Schließlich wird er im Krieg verwundet, landet in einem Lazarett und kann nun endlich mit Hanna zusammensein.
Ein Soldat auf Fronturlaub und wiederholte kriegsbedingte Trennungen von der Geliebten sind ein typisches Kriegsthema, das genauso in einem amerikanischen Film vorkommen könnte. Wegen seiner offiziellen Auszeichnungen (staatspolitisch wertvoll, künstlerisch wertvoll, volkstümlich wertvoll) wird er jedoch manchmal als Propagandafilm eingestuft.
In ihrem wohl bekanntesten Film hat Zarah Leander Gelegenheit, ihre Chansons (mit der Musik von Michael Jary und Texten von Bruno Balz) vorzutragen, darunter die bekannten "Klassiker""Davon geht die Welt nicht unter" und "Ich weiss, es wird einmal ein Wunder gescheh’n", die die damalige Atmosphäre in Deutschland widerspiegelten, als der Krieg an der Ostfront bereits verloren ging, aber man noch auf ein Wunder hoffte. Weitere Chansons der Leander im Film: "Heut’ kommen die blauen Husaren" und "Mein Leben für die Liebe – Jawohl!"
Drehorte: Atelier Rosenhügel, Wien und Tonfilmstudio Carl Froelich, Berlin-Tempelhof
Außenaufnahmen: Berlin, Rom.
Uraufführungen: 12. Juni 1942, Berlin: Ufa-Palast am Zoo, Germania-Palast Frankfurter Allee
NACH DEM KRIEG
Das andere Leben (1948)
(Anderer Titel: Der 20. Juli 1944)
Österreich
Produktionsfirma: Theater in der Josefstadt
Regie: Rudolf Steinboeck (der von 1945 bis 1953 Direktor des Theaters in der Josefstadt war)
Drehbuch: Alfred Ibach, Alexander Lernet-Holenia (Novelle Der 20. Juli)
Kamera: Willi Sohm
Originalmusik: Franz Salmhofer
| Aglaja Schmid | Elisabeth Josselin |
| Robert Lindner | Major Walter Josselin |
| Gustav Waldau | Hofrat Buschek |
| Vilma Degischer | Suzette Alberti |
| Leopold Rudolf | Dozent Thomas Alberti |
| Siegfried Breuer | Bukowsky |
| Erik Frey | Latheit |
| Anton Edthofer | General Rissius |
| Hans Ziegler | Dr. Joel |
| Erni Mangold | Mizzi |
| Karl Günther | Oberst Schönborn |
| Gerhard Riedmann |
Der Film thematisiert die Geschichte einer jungen Jüdin, die in den Nazijahren von ihrer Freundin versteckt, mit deren Papieren in einem Spital behandelt wird und dort stirbt. Damit verliert die Freundin ihre offizielle Identität.
Vordergründig ist Das andere Leben ein spannendes Spiel mit der Identität, insgesamt aber ein erstaunlicher Beweis der Zivilcourage Alexander Lernet-Holenias, der das damals noch streng tabuisierte Thema der Judenverfolgung kurze Zeit nach dem Krieg literarisch aufgegriffen hatte. Das ambitionierte Filmstudio des Theaters in der Josefstadt, das allerdings nicht lange bestand, griff den Stoff auf und verfilmte in mit hervorragenden Schauspielern des Hauses.
Das andere Leben ist einer der ganz raren Zeugnisse der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Widerstand in den Jahren unmittelbar nach dem Zeiten Weltkrieg.
Uraufführung: 4. Mai 1948 in Wien
Maresi (1948)
Österreich
Schwarz-Weiss
Produktionsfirma: Unitas
Regie: Hans Thimig
Drehbuch: Peter Francke, Kurt Heuser, Alexander Lernet-Holenia (Story)
Kamera: Oskar Schnirch
| Attila Hörbiger | Franz von Hübner |
| Maria Schell | Blanka von Steinville |
| Siegfried Breuer | Tabakowitsch |
| Helene Croy | Frau von Hübner |
| Franz Pfaudler | Graf Steinville |
| Maria Olszewska | Gräfin Steinville |
| Alfred Neugebauer | Erzherzog Franz Ferdinand |
| Anton Pointner | Oberst |
| Hans Tressler | Richter |
| Josef Albin | Kriminalinspektor Wenger |
| Camillo Kossuth | Diener Ferdinand |
| Max Schipper | Reitbursche Johann |
| Gretl Müller-Morelli | Madame Elektra |
| Hugo Lindinger | Fleischhauer |
Typisch für Lernet-Holenia spielt auch dieser Film im Gutsbesitzers- und Offiziersmilieu der Vorkriegszeit. Franz von Hübner (Attila Hörbiger), der seine Vorkriegsehrbegriffe in eine Zeit rettet, in die er nicht mehr hineinpasst, begeht eine Tat, die anfangs unverständlich erscheint: als er sein geliebtes Pferd Maresi als gemarterten Droschkengaul wieder findet, erschiesst er es lieber, bevor er es weiter dieser unwürdigen Behandlung ausgesetzt sieht. Im Rückblick entspinnt sich vor dem Hintergrund der gemeinsamen Liebe für das Pferd eine Liebesgeschichte zur jungen Adeligen Blanka von Steinville, verkörpert von der jungen Maria Schell in einer ihrer ersten Filmrollen.
An klingenden Ufern (1949)
Österreich
Schwarz-weiss
Produktionsfirma: Violantha
Regie: Hans Unterkircher
Drehbuch: Alexander Lernet-Holenia
Kamera: Hannes Staudinger
Marianne Schönauer, Curd Jürgens, Cäcilia Kahr, Otto Tressler, Karl Skraup, Hans Unterkircher, Elisabeth Markus, Rudolf Brix, Oskar Hugelmann, Hugo Gottschlich, Karl Köstler, Paul Horn
Uraufführungen: 15. September 1948 in Wien, 2. September 1949 in der BRD, 1950 in den USA (Vertrieb Casino Film Exchange Inc.)
Melodram um einen tot geglaubten Soldaten, der aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrt.
Abenteuer in Wien (1952)
Andere Titel: Adventures in Vienna (Internationaler Titel), Gefährliche Abenteuer, Ich war Jack Mortimer
Österreich/USA
Schwarz-weiss
Produzent: Kriedel KG, Schönbrunn-Film, Transglobe Film Inc.
Produzent: Ernest Müller (Schönbrunn-Film)
Kamera: Helmut Ashley
Kostüme: Leo Bei
Musik: Richard Hageman
Regie: Emil E. Reinert
Drehbuch: Michael Kehlmann, Franz von Tassié nach dem Roman von Alexander Lernet-Holenia, Ich war Jack Mortimer (1933)
| Gustav Froelich | Toni Sponer |
| Adrienne Gessner | Frau Fraser |
| Cornell Borchers | Karin Manelli |
| Hermann Ehrhardt | Heintl |
| Richard Hagemann | Dirigent |
| Manfred Inger | Polizeiinspektor |
| Inge Konradi | Marie |
| Francis Lederer | Claude Manelli |
| Louis Ousted | John Milton |
| Egon von Jordan | Krüger |
Drehorte: Wien und Flughafen Wien-Schwechat
Uraufführung: 21. August 1952 in Hamburg
Die englische Version:
Stolen Identity (1953)
Österreich
Schwarz-weiss
Produktionsfirma: Transglobe-Film Inc.
Produzent: Turhan Bey
Originalmusik: Richard Hageman
Kamera: Helmut Ashley
Produktionsdesign: Jüptner-Jonstorff
Produktionsmanager: Carl Szokoll
Regieassistent: Gino Wimmer
Kostüme (wardrobe supervisor): Nadja Tiller
Regie: Gunther von Fritsch
Drehbuch: Robert Hill nach dem Roman von Alexander Lernet-Holenia, Ich war Jack Mortimer
| Donald Buka | Toni Sponer |
| Joan Camden | Karen Manelli |
| Francis Lederer | Claude Manelli |
| Inge Konradi | Marie |
| Hermann Ehrhardt | Inspektor |
| Egon von Jordan | Kruger |
| Manfred Inger | Heintl |
Spionage (1955)
| Ewald Balser | Oberst Redl |
| Barbara Rütting | Nadeschda |
| Gerhard Riedmann | Hauptmann Angelis |
| Oskar Werner | Leutnant Zeno von Baumgarten |
| Marte Harell | Gräfin Lichtenfels |
| Hannelore Bollman | Pauline von Heymeneck |
| Rudolf Forster | Chef des Generalstabes von Heymeneck |
| Attila Hörbiger | Dr. Hartmuth |
| Erik Frey | Oberst Rabansky |
| Heinz Moog | Baron Letten |
| Karl Ehmann | Leopold, Diener bei Lichtenfels |
| Hermann Ehrhardt | Steidl |
| C. W. Fernbach | Rittmeister Weidler |
| Harry Hardt | General Maximoff |
| Kurt Jaggberg | Sabrenin |
| Alexander Trojan | Baron Korff |
| Ernst Waldbrunn | Ebinger |
Die wahre Geschichte des österreichischen Oberst Redl, der während des Ersten Weltkriegs für Russland spionierte, da er als Homosexueller von seinem Liebhaber (Oskar Werner) mit immer neuen Forderungen erpresst wurde.
Uraufführungen: 18. April 1955 in Düsseldorf, 19. April 1955 in Wien
Land, das meine Sprache spricht (1959)
TV-Film
Regie: Michael Kehlmann
Fernsehspiel von Michael Kehlmann nach der Novelle Der 20. Juli von Alexander Lernet-Holenia
Szenenbild: Walter Dörfler
| Hilde Mikulicz | Elisabetz von Josselin |
| Alexander Kerst | Major Friedrich von Josselin |
| Hans Leibelt | Buschek |
| Peter Mosbacher | Bukowsky |
| Wilmut Borell | Latheit |
| Paul Verhoeven | der General |
| Werner Uschkurat | Oberleutnant Heidermann |
| Peter Brand | Adjutant Sturm |
| Carlos Werner | Hauptmann Müllner |
| Gisela Fischer | Suzette Alberti |
| Claudia Bethge | Pflegerin |
| Schaffner | Walter Gussmann |
| Arzt | Fritz Rasp |
| Sänger | Hans Hotter |
| Hotelportier | Walter Bach |
| Frau Koczebrowsky | Elisabeth Neumann |
| Pfarrer | Paul Stieber-Walter |
| Oberleutnant | Albert Hehn |
| ein alter Mann | Rudolf Porsche |
| Beamtin im Krankenhaus | Franziska Liebing |
| Krankenträger | Fritz Asmussen |
| Passant | Karl Hanft |
Remake der bereits 1948 verfilmten Novelle von Alexander Lernet-Holenia
|
Die Novelle "Der 20. Juli" wurde
unter dem Filmtitel "Sturmjahre" (Dokumentarfilm von Frank Ward
Rossak, 1947) bzw. "Das andere Leben" (Spielfilm unter der
Regie von Rudolf Steinboeck, 1948) mit Vilma Degischer, Erik frey, Ernie Mangold,
Leopold Rudolf, Aglaja Schmid, Ernst Waldbrunn u.a.) verfilmt. Christian Cargnelli schreibt in der Zeitschrift "Falter": "'Sturmjahre' beschreibt, wie der Nationalsozialismus das Österreich der
dreißiger Jahre zerstört hat und wie es seither aufwärts geht: viele Bilder vom Krieg,
keine Rede von Konzentrationslagern, Emigration, Exil, Entnazifizierung. Einmal kurz ein
Schild, in dem Mischlinge und Juden erwähnt werden; und ein einziger Satz in 84 Minuten
nimmt auf den Holocaust Bezug: Stefan Zweig wird als 'Opfer
nationalsozialistischer Verfolgung und Rassenpolitik' erwähnt und sogleich mit einem
Zitat aus seinen nachgelassenen Aufsätzen für eine zentrale Botschaft des Films
instrumentalisiert, nämlich: Österreich als Widerstandsnest darzustellen. "Der Unberechenbare - Alexander Lernet-Holenia", Video-Film für Liebhaber von Literatur und für Schulen Anläßlich seines 100. Geburtstages hat das Unterrichtsministerium Theater ein Video für Schulen über den Dichter herausgebracht, das im Deutsch- oder Literaturunterricht eingesetzt werden kann. Das Video gibt einen 17 Minuten dauernden Einblick in Lernet-Holenias Leben und Werk . Es geht von einem Rundgang durch die dem Dichter gewidmete Ausstellung "Beharren im Wandel" in der Creditanstalt, Wien, aus. Es enthält eine Sequenz aus dem Roman "Die Standarte", Szenenausschnitte aus historisch gewordenen Inszenierungen der Theaterstücke "Ollapotrida" und "Das Finanzamt" sowie ein Tondokument eines der cholerischen Ausbrüche, die für Lernet-Holenia so typisch gewesen sind, und eine kaum bekannte, 1972 gedrehte Filmaufnahme eines Statements von ihm, aufgenommen in seiner Wohnung in der Wiener Hofburg. Die prägnanten Beispiele skizzieren das Bild eines außergewöhnlichen Menschen, der
die sich auflösende Gesellschaft des Habsburgerreiches in Bestellung: Amedia GesnbR, Sturzgasse 1a, A-1141 Wien, |
Quelle: Internet Movie Database